Times Semi Final

TIMES: Halbfinale in Berlin
5 fantastische Tage in der Hauptstadt Deutschlands


Als eines der jüngsten Teams sind wir aus München angereist, um uns gegen die europäische universitäre Elite aus dem 8. oder höheren Semester zu messen. Christian Kreisel, unser erfahrener Teamleader aus dem 7. Semester, die zwei 3. Semestler Simone Weiss und Christoph Tonhauser, sowie ich, Thomas Holzmann, ein Rookie aus dem 1. Semester, bildeten ein sehr erfolgreiches Team in Berlin.
 
Nach dem total überraschenden Sieg bei den Local Qualificationd des Fallstudienwettbewerbs „TIMES“ in München, hieß es für uns vier am Mittwoch den 1.3.2006 ab zum Semi-Final! Diese gigantisch Reise war nämlich unser Gewinn, der beinhaltete, dass wir eine Reise nach Berlin gesponsert bekamen. Wir wussten nicht, was uns erwartet. Schnell schauten wir uns im Zug noch einige Business-Englisch Vokabeln an und studierten einige betriebswirtschaftliche Themengebiete, um bei der vorhandenen Konkurrenz nicht ganz unterzugehen. In Berlin angekommen, hieß es erst mal ab zur Begrüßungsveranstaltung, im Wiwi Café der TU Berlin. Schnell lernten wir die anderen Gruppen kennen und verstanden uns auf anhieb total gut mit ihnen. Probleme bereitete anfangs nur der Umstieg auf Englisch, da nicht nur deutsche Gruppen (z.B. Dresden, Paderborn, Siegen, Clausthal) teilnahmen, sondern auch Teams aus Istanbul, Warschau, Götheburg, Linköping und Vasaa. Am nächsten Morgen hieß es dann früh aufstehen und sich auf die 1. Fallstudie vorbereiten. Prof. Dr. Straube (WI/Lehrstuhl für Logistik) stellte uns die erste Aufgabe, nachdem er eine kurze Vorlesung zur Einführung der logistischen Probleme im Automobilbereich hielt. Es galt nun, sich vier Stunden voll zu konzentrieren. Anfangs schien es für uns schier unmöglich zu einer einigermaßen guten Lösung zu kommen, aber mit der Zeit vertieften wir uns immer mehr in das Automobilunternehmen und erarbeiteten logische und gut durchdachte Verbesserungen. Nun ging es los, nachdem wir die erste Gruppe waren, die präsentieren musste, stieg die Aufregung exponential nach oben. Total aufgeregt standen wir vor der kritischen Jury. Nach knapp 15 Minuten war alles vorbei. Ein Lächeln erreichte uns aus der Jury und wir wurden mit den Worten verabschiedet, dass es ein wirklich sehr guter Vortrag war. Da standen wir nun total verwundert – wir freuten uns! Die junge Truppe aus München hat sich um einiges besser präsentiert als noch bei der lokalen Ausscheidung in München. Am Abend kam das Ergebnis: Platz 6! Unser Ziel, dass wir uns bei der Anreise gesetzt hatten, nicht letzter zu werden war somit um einiges übertroffen worden.

 

Am Abend stand ein Karaokekontest an, bei dem wir auch nicht schlecht abschnitten :-). Vor allem Christoph punktete beim „Skandal im Sperrbezirk“ für München. Nachdem am nächsten Tag die 2. Fallstudie auf dem Programm stand, viel der gemütliche Abend eher kurz aus. Nun hieß es wieder früh aufstehen und sich zu sammeln, für die zweite „Case study“. Diese handelte diesmal von Innovation Management. Ehrlichgesagt konnte ich mir, als sogenannter „Ersti“, zunächst nicht viel darunter vorstellen, also kratzte ich mein Wissen aus der BWL-Vorlesung und dem Wirtschafts- LK zusammen. Glücklicherweise erhielten wir auch diesmal eine kurze Vorlesung zum Thema. Die Aufgabe bestand nun darin, das Unternehmen 3M zu analysieren, eine historische Entwicklung des Innovation Managements zu erarbeiten und ein Marketingkonzept für einen revolutionären Turnschuh zu erstellen. Mit Freude und der Motivation vom Vortag gingen wir ans Werk. Wir kreierten ein Marketingkonzept vom feinsten und freuten uns auf die Präsentation. Leider war die Jury diesmal unter einem enormen Zeitdruck und nicht so relaxt wie am Vortag. Nachdem ich mit meinem Präsentationsteil unser Zeitkonzept überzogen habe, blieb viel zu wenig Zeit für unser innovatives Marketingkonzept, was eigentlich der Hauptbestandteil des Vortrages sein sollte. Letztendlich wurden wir am zweiten Tag neunter und somit auch nicht letzter. Hätte uns jemand zu Beginn gesagt, dass wir in der Endabrechnung den 7. Platz von 10 Teams belegen, dem hätten wir nicht geglaubt, also waren wir alles in allem auch sehr zufrieden damit. Vor allem mit dem Hintergedanken und der Erfahrung, dass wir mit einem besseren Zeitmanagement be-stimmt besser hätten sein können. Nebenbei bemerkt, ist das genau der Grund, warum die ersten drei Plätze nach Skandinavien gingen, aus einem Gespräch erfuhr ich, dass sie während ihren Vorlesungen viel öfter mit Fallstudien zu tun haben und somit viel besser trainiert sind...

 

Nach den Fallstudien stand nun Freizeit auf dem Plan. Das absolute Highlight war ein Gala Dinner im Tower der DB im 21. Stock, direkt am Potsdamer Platz. Eingeladen wurden wir von Herrn Wurst, Vorstandsmitglied des DB Logistic Bereichs. Für kurze Zeit durften wir uns als wirklich wichtige Persönlichkeiten fühlen. Anschließend gingen wir im Business-Style ins Goya, eine Berliner Nobeldiskothek und ließen es so richtig krachen.

 

Total übermüdet machten wir am nächsten Tag eine extra schnelle „Japanese-City-Tour“, will heißen: raus aus dem Bus, Foto schießen und zur nächsten Haltestelle rasen. Nach einiger Zeit taten Simone und mir so die Füße weh, dass wir froh waren wieder zum Hotel zurück zu kehren. Schließlich stand ja ein weiterer Diskobesuch an, für den wir uns noch vorbereiten mussten. Letztendlich fuhren wir am Sonntag, den 5.3.2006 total übermüdet, direkt von der Disko zurück nach München.

 

Im Gepäck hatten wir fantastische Erinnerungen, viel Erfahrung im Bereich Englisch, BWL, VWL und das Lösen von Fallstudien. Nicht zu vernachlässigen sind natürlich die Beziehungen die sich in der kurzen Zeit auf internationale Ebene ausgeweitet haben.

 

Als Fazit kann ich als 1. Semestler nur sagen, dass ich es niemals bereuen werde schon im 1. Semester bei TIMES mitgemacht zu haben, obwohl viele meinten, ich hätte eh keine Chance. Aber wer die kleinen Chancen des Lebens nicht versucht zu ergreifen, bekommt auch keine großen! In diesem Sinne bis nächstes Jahr bei der Local Qualification in Munich!

 

Viele Grüße

 

Thomas